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17.02.2021

Der Porsche unter den E-Ladestationen

H.P. Kaysser fertigt Teile von ads-tec für Porsche. Schnell wie ein 911er und mit ebensolcher Power lädt das Schnellladesystem HPC-Booster und Dispenser von ADS-TEC Energy moderne Elektrofahrzeuge. So nähern sich Ladezeiten denen normaler Tankvorgänge.

©Bildquelle: ADS-TEC

Technik für Profis 

Für die zuverlässige Gehäusefertigung des Speichers hat sich ADS-TEC Energy unsere Experten von H. P. Kaysser als Partner ins Boot geholt. Wir stellen sicher, dass beim aktuellen Großauf­trag Porschefahrer überall auf der Welt ihren Elektrosport­wagen Taycan in Rekordzeit aufladen können – und das aus einem gewöhnlichen Stromanschluss. Laserteile4you ist das Online-Portal der H.P. Kaysser GmbH + Co.KG.

„Wir freuen uns, für diesen Großauftrag eines so renommierten Kunden als zuverlässiger und erfahrener Partner einen wichtigen Beitrag leisten zu können“, betont Thomas Kaysser, Geschäftsführer von H.P. Kaysser aus Nellmersbach. Sein Unternehmen fertigt den Speicher einer neuen Schnellladesäule von ADS-Tec.
Das innovative IT-Unternehmen, an dem auch Bosch beteiligt ist, hat das speicherbasierte Schnellladesystem HPC entwickelt, das E-Fahrzeuge mit bis zu 320 kW Ladeleistung in Rekordzeit auflädt. Damit sind die Ladezeiten für E-Fahrzeuge beinahe so schnell wie bei einem normalen Tankvorgang. HPC besteht aus einer Dispenser genannten Ladesäule und einem innovativen 140 kWh-Speicher „HPC-Booster“, der die Ladeenergie speichert und schnell abgibt. Als innovatives Schnellladesystem auf dem Markt bezieht HPC dabei seinen Strom aus einem gewöhnlichen Stromanschluss in der Niederspannung. Aktuell werden rund 500 Stationen für Porschefahrer in der ganzen Welt hergestellt.

Ein Zwischenspeicher ermöglicht kurze Ladezeiten
Doch das ist nicht alles, was H.P. Kaysser dazu beiträgt. Weil das führende mittelständische Blechbearbeitungsunternehmen seit je her über den Tellerrand hinausblickt, waren die Experten schon in der Entwicklungsphase dabei. Der Blechbausatz für ein System umfasst 91 Blechteile, fünf Schweißbaugruppen und sieben Vormontagebaugruppen. In einer extra bereitgestellten Halle werden Blechteile und Baugruppen zu einem Gehäuse mit 1,5 x 1,5 Meter Grundfläche und etwa zwei Meter Höhe zusammengebaut. „Da gab es im Vorfeld manche knifflige Aufgabe zu lösen“, erzählt Kaysser.

Der doppelwandige und isolierte untere Teil des Gehäuses, der später meist im Erdreich versteckt ist, beherbergt alleine die Klimatisierung für die je 40 Batterien und das flüssigkeitsgekühlte Ladekabel. „Wir verbauen mehrere hundert Meter Kabel und Schläuche, die vor Auslieferung des Booster-Gehäuses alle auf Dichtheit und Funktionalität geprüft werden“, betont Montageleiter Alexander Krammer. Jedes der 40 Batteriefächer hat zudem ein Kühlblech für die Luftzirkulation. „Dies war eine der großen Herausforderungen, wie das bei diesen Abmessungen untergebracht werden kann“, erinnert sich H.P. Kaysser-Verkaufsleiter ppa. Frank Niedermaier. „Hier haben wir eine vielbeachtete Lösung gefunden.“ Im oberen Teil befinden sich die Aufnahmen, Halterungen und Vorrichtungen für Batterien, Pumpen und Computer. Dort sind auch integrierte Umrichter, Energiemanagement-Einheit, Security Firewall und Kommunikationseinheit via Mobilfunk untergebracht, was ADS-TEC in Dresden endmontiert.

Energieversorger und Discounter an Ladetechnik interessiert
Für das intelligente, innovative Schnellladesystem erwartet ADS-Tec weitere Aufträge, zum Beispiel von Stadtwerken, Energieversorgern, Bundesländern, Städten und Kommunen sowie von großen Discountern, die das schnelle Beladen während des Einkaufs anbieten. Für ADS-TEC Geschäftsführer Thomas Speidel steht fest: „Schnellladen wird das Kernelement für eine funktionierende und flächendeckende E-Mobilität. Gerade speichergestütztes Hochleistungsladen an Niederspannung sei vielerorts aus Platz- und Kostengründen die beste Lösung.“ Und Thomas Kaysser ergänzt: „Bei innovativen Zukunftsthemen, bei denen ein mitdenkender Fertigungspartner statt eine verlängerte Werkbank gefordert ist, bringen wir unsere Expertise gern weiterhin ein.“